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Paradebeispiele für den Umgang der Vorgeschichte mit dem Thema "Heimat" sind die Großsteingräber und die Bohlenwege. Waren die Ausgrabungen Anfang des 18. Jahrhunderts noch vorrangig von Neugierde und einer gewissen Schatzgräbermentalität geprägt, so änderte sich dies nach der französischen Besatzungszeit. Es wurde zur patriotischen Aufgabe, das Vaterland zu erforschen. Regionale Funde und Ausgrabungen wurden unter landesherrlichen Schutz gestellt und in neu gegründeten Museen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dreh- und Angelpunkt des Germanenkultes ist der Mythos um die Varusschlacht und den Heerführer Arminius oder Hermann den Cherusker, wie er eingedeutscht genannt wurde. Im 18. Jahrhundert wurden die Großsteingräber als "Denkmäler des Heidentums" betrachtet. In der Zeit des Nationalsozialismus erfuhren sie als "germanische" Denkmäler eine besondere Aufmerksamkeit. Der Naturschutz basierte darauf, dass einzelne Forscher Sammlungen anlegten und dadurch die biologische Vielfalt und Schutzwürdigkeit dokumentierten. Dargestellt wird dies unter anderem am Beispiel "historischer" Persönlichkeiten. Auf den Arbeiten dieser Forscher resultierte auch der sog. "Mellumrat", der für die Anfänge des Seevogelschutzes sorgte und letztlich auch zur Gründung des Nationalparks "Niedersächsisches Wattenmeer" im Jahr 1985 beitrug. |
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